Veranstaltung zu Gewerkschaften und Nationalismus

2. Juli, 19.30 Café KOZ, Studierendenhaus an der Uni Frankfurt (Campus Bockenheim)

Zwischen „internationaler Solidarität“ und „Standortnationalismus“
Deutsche Gewerkschaften und Nationalismus im 21. Jahrhundert

Wiederholt stehen die Gewerkschaften heute vor der Frage, wie Interessenvertretung jenseits der globalen Standortkonkurrenz aussehen kann. Nicht selten werden schließlich Belegschaften verschiedener Standorte mit dem Verweis auf die notwendige „Standortsicherung“ praktisch gegen einander ausgespielt. Dies geht oft einher mit der Verbreitung nationalistischer Einstellungen – auch unter Gewerkschaftsmitgliedern. Gleichzeitig gibt es mit der internationalen Vernetzung von Gewerkschaften und verschiedenen Aufklärungsprojekten aber den Versuch, nationalistischen Tendenzen theoretisch und praktisch zu begegnen. Welchen Stellenwert diese Auseinandersetzungen für die Gewerkschaften haben sollten, scheint jedoch häufig unklar. Auf der Veranstaltung soll über die Gründe für verschiedene Formen des Nationalismus in den Gewerkschaften und mögliche Gegenstrategien diskutiert werden.

Bodo Zeuner
ist Politikwissenschaftler am Otto Suhr Institut in Berlin und befasste sich in einer Studie mit nationalistischen Ideologien innerhalb der Gewerkschaften

Axel Gerntke ist Sekretär der Grundsatzabteilung des IG Metall Bundesvorstandes und Autor mehrerer Bücher zu Themen wie z.B. bedingungslosem Grundeinkommen und gewerkschaftlichen Strategien.

Mag Wompel ist Industriesoziologin und Journalistin. Außerdem ist sie leitende Redakteurin der linksgewerkschaftlichen und unabhängigen Internetplattform „Labournet“.

Moderation: DGB CampusOffice Frankfurt